- Home
- Cannabis Anbau Anleitung
Cannabis Anbau Anleitung
In Österreich ist es legal, Cannabispflanzen zu Hause anzubauen, sofern der THC-Wert der geernteten Blüten 0,3 Prozent nicht übersteigt oder wenn die Pflanzen nur zur Blattgewinnung kultiviert werden. Die Blätter eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Tee oder zum Kochen und Backen. Du kannst entweder Indoor mit einer Lampe oder Outdoor mit Sonnenlicht anbauen. Der Hanfgarten Anbau-Guide erklärt dir, wie die einzelnen Anbauarten im Detail funktionieren und welche Genetiken in Österreich zur Blüte gebracht werden dürfen.
Indoor Anbau
Du möchtest selber Cannabis anbauen und ernten – ganz unabhängig von der Jahreszeit? Dann empfehlen wir dir den Indoor-Anbau mit einer Growbox.
Zubehör & Vorbereitung
Wenn du Cannabis zu Hause anbauen möchtest, empfehlen wir dir die Nutzung einer Growbox. Sie ermöglicht dir die Kontrolle über Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Geruch – also genau die Bedingungen, die deine Pflanzen für ein gesundes Wachstum brauchen. Growbox-Komplettsets sind ideal für Einsteiger und Hobbygärtner, da sie mehrere Ernten pro Jahr ermöglichen und perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Mit unserem Indoor-Anbau Rundum Sorglos Paket bekommst du alles, was du für deinen ersten Grow brauchst: eine Growbox (Größe M), drei Stecklinge bzw. Pflanzen, passende Töpfe und Untersetzer, hochwertige Erde sowie einen organischen All-in-One-Dünger.
Folgende Dinge sollten bei deinem Indoor-Grow-Setup auf keinen Fall fehlen:
- Growzelt
- LED-Lampe
- Aktivkohlefilter
- Abluftventilator
- Umluftventilator
- Thermo-/Hygrometer
- Zeitschaltuhr
Zusätzlich benötigst du noch Töpfe, Erde und die geeigneten Dünger für das Wachstum und die Blüte, sowie eine Trimmschere für die Ernte.
Optionales Zubehör: pH-Meter, EC-Meter, Mikroskop/Lupe, Messbecher
Wie viel Platz benötige ich für 3 Cannabispflanzen?
Ein Growzelt mit einer Größe von 80x80 cm ist ideal, um 3 Pflanzen anzubauen. Achte darauf, dass die Pflanzen genügend Raum zum Wachsen haben, eine gute Luftzirkulation gegeben ist und die Beleuchtung gleichmäßig verteilt wird.
Kann ich Cannabis ohne eine Growbox in der Wohnung anbauen?
Ja, du kannst Cannabis prinzipiell auch in einer Wohnung anbauen, wobei wir empfehlen, eine geeignete Growbox zu verwenden, um Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Prinzipiell wäre ein Anbau auch ohne Growbox möglich, dabei ist jedoch wichtig, dass ein sehr sonniger Platz gewählt wird, wie z.B. eine südseitig gelegene Fensterbank. Auch hier gilt: eine gute Belüftung, sowie eine kontrollierte Temperatur und Luftfeuchtigkeit ermöglichen der Pflanze ein gesundes Wachstum. Photoperiodische Pflanzen benötigen während der Blütephase täglich eine konsequente Dunkelphase von 12 Stunden, was im Wohnraum häufig nicht umsetzbar ist. Jegliche Lichtverschmutzung kann dazu führen, dass die Blütenbildung gestört wird. Automatic-Pflanzen sind Hanfpflanzen die unabhängig vom Lichtzyklus nach einer kurzen Wachstumsphase von selbst zu blühen beginnen – diese sind für einen Fensterbank-Grow in der Regel besser geeignet
Ein Indoor-Anbau ohne passendes Equipment bringt aber leider immer ein paar Nachteile mit: kleinerer Wuchs, was zu einer geringeren Ernte führt und ein „Strecken“ (oder „Spargeln“) der Pflanze, da diese nicht genug Licht bekommt.

Aufbau Growbox
Der Aufbau eines Growbox Komplettsets ist auch für Ungeübte relativ einfach. In der beigelegten Bedienungsanleitung kannst du nachlesen, wie du schrittweise vorzugehen hast. Für Rückfragen steht dir unser Support-Team immer gerne zur Verfügung.
- Zelt aufbauen: Breite zuallererst das Zelt auf dem Boden aus und verbinde die Stangen gemäß Anleitung. Setze das Gestänge in die Zelt-Hülle und schließe die Reißverschlüsse halb, um das Zelt zu stabilisieren. Lass die Vorderseite offen, um Lampen und Zubehör anzubringen.
- Lampe installieren: Jetzt kannst du den rechteckigen Karton öffnen. Nimm die Lampe heraus und befestige sie mit den Karabinerhaken an den oberen Querstangen. Passe die Höhe später an.
- Abluft installieren: Die meisten Abluftsysteme bestehen aus 3 Teilen: Abluftventilator, Verbindungsmuffe oder -schlauch, und Aktivkohlefilter. Der Filter kann mithilfe der mitgelieferten Aufhängungen an den oberen Querstangen des Zelts befestigt werden – er muss anschließend noch mit dem Abluftventilator verbunden werden. Achte auf die richtige Richtung des Luftstroms – die Luft muss von innen nach außen transportiert und durch den Aktivkohlefilter gefiltert werden.
- Ventilator anbringen: Klippe den Umluftventilator an eine Zeltstange. Er sollte zwischen den Pflanzenspitzen und der Lampe hängen, damit die Luft gleichmäßig im Growzelt verteilt ist und deine Pflanzen immer einen leichten indirekten Luftzug abbekommen – das führt zu stabileren Trieben.
- Kabel Ordnen: Führe die Kabel des Clip-Ventilators und des Abluftventilators sowie das Lampenkabel durch die Öffnungen nach außen und stecke sie in die Steckdose. Schließe die Lampe an die Zeitschaltuhr an und stelle sie auf den gewünschten Lichtzyklus ein.
Wie hoch soll die Lampe hängen?
Der Abstand zwischen deinen Pflanzen und deiner Lampe sollte je nach Stärke der Lampe gewählt werden – idealerweise solltest du dich hierbei einfach an die Anweisungen des Lampenherstellers halten, sofern vorhanden. Bei einer 150 Watt LED Lampe sollte der Abstand üblicherweise ca. 30 – 40 cm zur Pflanzenspitze betragen. Bei stärkeren Lampen ist der Abstand zu vergrößern und bei einer schwächeren Lampe zu verkleinern.

- 3 Pflanzen, Töpfe, Erde & Dünger
- Verschiedene Growboxen zur Auswahl
- Vorteils-Paket

- 3 Stecklinge, Töpfe, Erde & Dünger
- Verschiedene Growboxen zur Auswahl
- Vorteils-Paket

- 500 ml Blüten Dünger
- Fördert starke Blüten & maximales Aroma
- Einfach ins Gießwasser mischen

- 500 ml Flüssigdünger
- Natürliche Nährstoffversorgung
- Ideal für Einsteiger
Einpflanzen
Wenn du unser Indoor-Anbau Rundum Sorglos Paket bestellt hast, kannst du sofort mit deiner ersten Anzucht beginnen. Das Paket enthält 3 Töpfe, 3 Untersetzer, einen Sack Erde, 3 Stecklinge, eine Flasche Dünger und ein Growbox-Komplettset - alles perfekt aufeinander abgestimmt.
- Töpfe vorbereiten: Verteile die Erde gleichmäßig auf die Töpfe und bereite mittig Mulden zum Eintopfen der Stecklinge vor. Setze die Stecklinge ein und bedecke sie vollständig mit Erde.
- Gießen: Verwende lauwarmes Wasser und gieße langsam in mehreren Etappen, damit das Substrat die Feuchtigkeit gleichmäßig aufnehmen kann und keine Trockenspots entstehen. Gieße so lange, bis unten an den Drainagelöchern des Topfes etwas Gießwasser austritt (Drain). So stellst du sicher, dass das ganze Substrat durchfeuchtet ist und überschüssige Salze ausgespült werden. Ein grober Anhaltspunkt für die passende Gießmenge ist die Daumenregel von etwa ¼ bis ⅓ des Topfvolumens (bei einem 6,5-Liter-Topf also etwa 1,5 bis 2 Liter). Anfangs, wenn der Topf noch nicht ganz durchwurzelt ist, solltest du noch ein bisschen vorsichtiger gießen (etwa 0,5 bis 1 Liter). Warte mit dem nächsten Gießvorgang bis die obersten 2-3 cm der Erde merklich angetrocknet sind, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
- Nährstoffe: Du brauchst anfangs noch keinen Dünger hinzuzufügen, da die meisten Erden (wie z.B. unsere Hanfgarten organische Grow-Erde) bereits ausreichend Nährstoffe für die ersten 2-3 Wochen enthalten. Bei Verwendung einer ungedüngten oder nur sehr leicht gedüngten Erde (z.B. BioBizz Lightmix) kannst du bereits nach ca. einer Woche langsam mit dem Düngen beginnen.
- Beleuchtung: In den ersten Tagen der Eingewöhnung sollte die Beleuchtung noch möglichst sanft sein, da sich die Stecklinge langsam wieder daran gewöhnen müssen – dimme deine Lampe oder erhöhe den Abstand zwischen Pflanze und Lampe zu Beginn. Danach kannst du die Stärke der Lampe bzw. der Lichtintensität graduell erhöhen.
Meine Pflanze lässt nach dem Transport die Blätter hängen. Was tun?
Pflanzen können nach dem Transport gestresst sein, erholen sich aber in der Regel innerhalb weniger Tage. Achte darauf, dass sie ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe erhalten. Achte darauf, dass eine halbe Stunde nach dem Gießen kein Wasser mehr im Untersetzer steht, um Überwässerung zu vermeiden. Kein kaltes Leitungswasser zum Gießen verwenden. Beim Düngen gilt: Weniger ist mehr, um Überdüngung zu vermeiden.
Warum werden die Blätter der Stecklinge angeschnitten?
Das Einkürzen der Blätter ist gewollt. Der Grund dafür ist, dass sich die Stecklinge in der Anfangsphase vor allem auf die Entwicklung der Wurzeln konzentrieren sollen. Wenn die Blätter zu groß sind, wird mehr Energie in die Photosynthese gesteckt. Außerdem erholt sich die Pflanze so schneller vom Transport.

Vegetative Phase
Während der vegetativen Phase, auch Wachstumsphase genannt, wächst deine Pflanze in die Höhe und bildet viele neue Blätter und Seitentriebe aus. Die Wachstumsphase endet mit dem Einleiten der Blütephase (Umstellung Lichtzyklus). Die Dauer der vegetativen Phase können wir bei einem Indoor-Anbau, je nach verfügbarem Platz im Zelt, selbst steuern – das kann zwischen 2 Wochen bis 3 Monate variieren.
Beleuchtung: Photoperiodische Hanfpflanzen bleiben in der vegetativen Phase, solange sie täglich 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit bekommen. Stelle also sicher, dass deine Zeitschaltuhr richtig eingestellt ist, damit deine Pflanzen kräftig weiterwachsen.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: In der vegetativen Phase bevorzugen deine Pflanzen eine höhere Luftfeuchtigkeit von etwa 50-70%. Die Temperaturen sollten während der Lichtphase, bestenfalls zwischen 22 und 26°C liegen. Während der Dunkelphase darf es gerne ein paar Grad kühler sein, unter 18°C sollten die Temperaturen aber nicht sinken.
Düngung: Wenn du eine bereits vorgedüngte Grow-Erde benutzt, sollte die erste Düngung ca. 2-3 Wochen nach dem Eintopfen erfolgen. Verwende dafür einen geeigneten Wachstumsdünger (oder All-in-One Dünger) mit hohem Stickstoffanteil. Bei der Dosierung solltest du dich an die Herstellerangaben halten. Anfangs benötigen die Pflanzen in der Regel etwas weniger Dünger – die Mengen sollten dann nach und nach erhöht werden.
Deine Pflanzen können die verabreichten Nährstoffe nur dann richtig aufnehmen, wenn der pH-Wert deines Gießwassers im passenden Bereich (etwa zwischen 6 und 7) liegt. Wir empfehlen daher, den pH-Wert des Wassers zu überprüfen – dafür nutzt man entweder einen pH-Teststreifen, ein pH-Testkit oder ein pH-Meter. Beim Anbau mit mineralischen Nährstoffen ist die Überprüfung des pH-Werts besonders wichtig. Beim Anbau mit organischen Nährstoffen gibt es eine Pufferwirkung, wodurch kleinere pH-Abweichungen nicht ganz so dramatisch sind.
Ertragssteigernde Maßnahmen in der Wachstumsphase
Umtopfen: Je größer die Töpfe deiner Pflanzen sind, desto mehr Platz haben sie, um sich zu entfalten. Größere Töpfe führen also in der Regel auch zu größeren Pflanzen. Das Umtopfen sollte während der Wachstumsphase – also noch vor der Umstellung auf die Blütephase – erfolgen. Der Umzug in einen neuen Topf bedeutet auch immer etwas Stress für deine Pflanze. Gib ihr also nach dem Umtopfen etwas Zeit zur Erholung, indem du für etwa eine Woche keine weiteren Maßnahmen/Trainingsmethoden anwendest und die Umgebungsbedingungen nicht veränderst.
Schädlingskontrolle: Ein Schädlingsbefall kann deinen Ertrag dramatisch schmälern und das Aroma und die Wirkung deiner Blüten negativ beeinflussen – daher solltest du deinen Growbereich regelmäßig sorgfältig auf ungebetene Gäste kontrollieren. Beobachte Blattveränderungen (oder Verfärbungen) und untersuche die Blattunterseiten (z.B. mit einer Lupe) auf Eier oder kleine Tierchen. Gelb- und Blautafeln helfen dir dabei, Befälle frühzeitig zu erkennen und ggf. schnell darauf zu reagieren.
HST („High Stress Training“): Es gibt verschiedene Trainingstechniken, die den Ertrag deiner Pflanzen erheblich steigern können. Sogenannte „High Stress“ Trainingsmethoden lösen allerdings immer Stress bei deinen Pflanzen aus. Wende sie also ausschließlich an gesunden und kräftigen Pflanzen an. Wenn deine Pflanze bereits schwächelt, kann HST zu gröberen Komplikationen führen, was den Ertrag schließlich nicht steigert, sondern schlimmstenfalls sogar verringert. Beispiele für High Stress Trainingsmethoden sind: Topping, Fimming, Lollipopping, Super Cropping & Mainlining.
Hier findest du nähere Infos und Tipps zum Beschneiden von Cannabispflanzen.
LST („Low Stress Training“): Es gibt auch sanftere Trainingsmethoden – sogenanntes „Low Stress Training“ – bei denen deine Pflanzen nicht ganz so stark strapaziert werden, da sie nicht beschnitten, sondern nur verbogen werden. Das Ziel von diesen Trainingstechniken ist es, Raum und Licht effizient zu nutzen. Man versucht also, alle Triebe möglichst auf dieselbe Höhe zu bringen, sodass ein durchgängiges horizontales Blätterdach entsteht und das Licht alle Buds gleichmäßig erreicht. LST sollte unbedingt noch während der Wachstumsphase angewendet werden – je früher du damit startest, desto besser.
Leistung der Lampe: Im Grunde gilt: Je leistungsfähiger deine Lampe ist, desto mehr Ertrag kannst du erwarten. Bei stärkeren Lampen muss ggf. der Abstand erhöht werden, um Lichtstress zu vermeiden.

Blütephase
Ab der Blütephase beginnt deine Hanfpflanze mit der Blütenproduktion – diese Phase dauert bis zur Ernte an. Die Dauer der Blütephase variiert je nach Sorte zwischen ca. 7 und 12 Wochen – bei unseren Stecklingen und Pflanzen findest du die Angabe in den Produktdetails.
Beleuchtung: Beim Indoor-Anbau musst du die Blütephase selbst einleiten, indem du den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit anpasst. Dabei ist wichtig, dass während der Dunkelphase wirklich gar kein Licht an die Pflanzen kommt – selbst leichte Lichtverschmutzungen (z.B. kleines Loch im Zelt) können bereits zu erheblichen Komplikationen führen.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Während der Blütephase sollte die Luftfeuchtigkeit stetig reduziert werden und zwischen 45-55% liegen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann insbesondere in der späteren Blütephase zu Schimmelbildung führen, daher sind Werte über 60% dringend zu vermeiden. Die Temperaturen dürfen in der Blütephase etwas sinken – ideal sind Werte zwischen 20 und 25 Grad.
Düngung: Die Nährstoffbedürfnisse deiner Pflanze verändern sich in der Blütephase. Unsere All-in-One Mehrphasendünger decken die Bedürfnisse beider Lebensphasen ausreichend ab. Wenn du bisher einen reinen Wachstumsdünger verwendet hast, musst du nun zusätzlich mit der Verabreichung eines Blütedünger beginnen – halte dich dabei am besten an die Herstellerangaben. Die Blütenbildung kann zudem mithilfe eines Blüte-Boosters unterstützt werden, damit deine Pflanze mehr und dickere Buds entwickelt.
Was genau passiert in der Blütephase?
Blütewoche 1 bis 3: Die Stretch-Phase
Nach der Umstellung der Lichtstunden beginnt die Übergangsphase – in den ersten 1-3 Blütewochen machen deine Pflanzen einen letzten großen Wachstumsschub durch (auch „Stretch“ genannt). Die Höhe deiner Pflanzen verdoppelt sich dabei häufig – bei Sorten mit Sativadominanz kann sogar eine Verdreifachung der Höhe möglich sein. Achte daher darauf, dass du deine Pflanzen nicht zu spät in die Blütephase schickst. Die Pflanzen sollten auch nach dem Stretch noch genügend Abstand zur Lampe haben, damit es zu keinen Verbrennungen an den Spitzen kommt.
Blütewoche 2 bis 3: Die ersten Blütenstempel
Ab ca. der zweiten bis dritten Woche entwickeln sich langsam die ersten Blütenstempel (feine weiße Härchen). Du kannst nun mit der Zugabe eines Blüteboosters beginnen, um die Blütenproduktion zusätzlich zu unterstützen.
Blütewoche 4 bis 5: Die Blütenansätze entwickeln sich
Deine Pflanzen befinden sich nun mitten in der Blütezeit und stecken die gesamte Energie nur noch in die Blütenbildung – ihr Wachstum nach oben stellen sie zu diesem Zeitpunkt vollständig ein. Die Blüten werden nun immer größer und dicker und deine Pflanzen beginnen damit Trichome zu produzieren, wodurch sich der Geruch deutlich intensiviert.
Je dicker die Buds werden, desto mehr solltest du auf eine gute Belüftung achten, damit kein Schimmel entsteht. Starke Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sind absolute Feinde der Cannabispflanze in der Blütephase.
Ab Blütewoche 7: Die Ernte rückt näher Ab Woche 7 rückt die Ernte immer näher – bei Sorten mit einer kurzen Blütezeit solltest du dich nun bereits auf die Ernte vorbereiten. Achte darauf, wie sich die Farbe der Härchen und Trichome deiner Pflanze entwickeln, um den passenden Erntezeitpunkt einzuschätzen.
Die letzten zwei Wochen vor der Ernte solltest du keinen Dünger mehr verwenden, sondern nur noch mit klarem Wasser gießen, um Rückstände von Salzen und Mineralstoffen auszuspülen – das sorgt für ein reineres Aroma und ein sanftes Rauchgefühl ohne Kratzen.

Ernten & Trocknen
Erntezeitpunkt bestimmen: Die zuverlässigsten Indikatoren zur Bestimmung des optimalen Erntezeitpunkts sind die Trichome deiner Pflanze. Das sind winzig kleine Harzdrüsen auf der Oberfläche der Cannabispflanze, die Cannabinoide und Terpene produzieren. Um die Trichome zu betrachten, benötigst du eine Lupe oder ein Taschenmikroskop. Anfangs sind die Trichome klar, bevor sie milchig-trübe und schließlich bernsteinfarben werden. Sobald sie überwiegend milchig erscheinen, ist der höchste THC-Gehalt erreicht und die Pflanze grundsätzlich erntereif. Der ganz genaue Erntezeitpunkt ist dann Geschmackssache: Ein höherer Anteil milchiger Trichome sorgt für ein eher aktives, kopflastiges High, während zunehmend bernsteinfarbene Trichome für eine eher beruhigende, körperbetonte Wirkung sorgen. Falls du keine Möglichkeit hast, die Trichome zu betrachten, kannst du dich grob an den Blütenstempeln orientieren: Wenn etwa 70 bis 90 % der weißen Härchen verfärbt sind, ist die Pflanze in der Regel ebenfalls erntereif.
Ernte: Für die Ernte schneidest du die Pflanze entweder als Ganzes ab oder trennst einzelne Äste ab – je nachdem, was für dich praktischer ist. Du kannst dich dann entweder gleich ans Trimmen machen oder erst nach der Trocknung trimmen. Was davon besser ist, hängt vor allem von der Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum ab: In einer Umgebung mit eher hoher Luftfeuchtigkeit, empfehlen wir, die Buds gleich nach der Ernte zu trimmen – damit beugst du Schimmelbildung vor. Bei trockener Luft ist es besser, die Trocknung vor dem Trimmen vorzunehmen – das führt zu einem schonenderen Trocknungsprozess und feineren Aromen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile – hier entscheidet am Ende deine Umgebung und persönliche Vorliebe.
Trocknen: Die Trocknung sollte idealerweise an einem dunklen Ort bei Temperaturen zwischen 17 und 22 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50–60 % erfolgen. Ein Growzelt eignet sich hervorragend als Trockenraum, wenn du die Lampe entfernst. Das vorhandene Belüftungssystem hilft dir dabei, stabile Umgebungsbedingungen zu halten und sorgt für ausreichend Luftzirkulation – beides ist wichtig, um Schimmel vorzubeugen.
Für die Trocknung gibt es verschiedene Methoden. Wir empfehlen, die ganze Pflanze oder einzelne Äste kopfüber im Growzelt aufzuhängen. Diese Methode sorgt für langsames, gleichmäßiges Trocknen und bewahrt Aroma sowie Wirkstoffe. Du kannst auch die bereits abgetrennten Buds mithilfe eines Trockennetzes oder -gitters trocknen – das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Nach etwa 1 bis 2 Wochen sollten die Buds trocken und fest sein. Wenn die kleineren Zweige beim Biegen hörbar knacken, ist die Trocknung in der Regel abgeschlossen.
Curing (Nachreifen): Nach dem Trocknen sind die Blüten grundsätzlich konsumierbar – doch durch das sogenannte Curing lassen sich Aroma, Geschmack und Wirkung spürbar verbessern. Dabei reifen die Buds langsam in luftdichten Gläsern nach, idealerweise kühl und dunkel gelagert bei 58–62 % Luftfeuchtigkeit. Um die Luftfeuchtigkeit im Glas konstant zu halten, sind Integra Boost 62 % Packs eine praktische Hilfe. In den ersten zwei Wochen ist tägliches Lüften wichtig, danach reicht alle paar Tage. Nach zwei bis drei Wochen zeigt sich bereits ein deutlicher Unterschied – wer mehr Geduld hat, kann das Curing problemlos über mehrere Monate fortsetzen.

Outdoor Anbau
Du möchtest Cannabis Outdoor anbauen? In diesem Leitfaden geben wir dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie der Anbau von Cannabis im Freien für dich ein voller Erfolg wird.
Vorbereitung
Für den Anbau im Freien ist es wichtig, einen Platz mit 6–8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag zu finden. Das kann ein schöner, sonniger Balkon, eine Terrasse, aber auch ein Fensterbrett sein. Die Temperaturen sollten an diesem Ort nicht unter 12 °C fallen oder über 30 °C steigen. Wichtig ist auch, dass der Platz vor zu viel Wind und Regen geschützt ist, damit deine Pflanzen bei starkem Regen oder Sturm nicht umknicken.
Was benötige ich für den Outdoor-Anbau?
Für den Outdoor-Anbau benötigst du Stecklinge oder Samen, ggf. Töpfe, passende Erde, und passenden Dünger. In unserem Outdoor-Anbau Rundum Sorglos Paket bekommst du gleich alles in einem Set.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Cannabis Outdoor anzubauen?
Cannabis Samen sollten bereits ab Anfang/Mitte April zum Keimen gebracht und indoor vorgezogen werden, damit die Sämlinge Mitte/Ende Mai ausgepflanzt werden können. Unsere Stecklinge kannst du nach Erhalt direkt ins Freie pflanzen – wir empfehlen, sie frühestens ab Mitte Mai ins Freie zu setzen, um sicherzustellen, dass die Temperaturen und Sonnenstunden garantiert ausreichend sind.
Worauf soll ich bei der Sortenwahl achten?
Für den Outdoor-Anbau solltest du Sorten mit einer eher kurzen Blütezeit wählen, damit sie noch vor dem Wintereinbruch vollständig ausreifen können. Achte zudem darauf, dass die gewählten Sorten eine hohe Resistenz gegen Schimmel und Schädlinge haben und robust gegenüber Temperaturschwankungen sind. Eine gute Alternative für den Anbau im Freien sind auch Automatic-Samen (Autoflower). Sie blühen unabhängig von der Tageslänge und werden oft schon nach 10-12 Wochen ab Keimung erntereif. Durch ihren meist kompakteren Wuchs sind sie unauffällig und eignen sich gut für Balkone oder kurze Sommerfenster.


- 3 Stecklinge oder Pflanzen
- 3 Töpfe mit Untersetzer
- 18 Liter Erde & 500 ml Dünger

- 3 Stecklinge, Töpfe, Erde & Dünger
- Verschiedene Growboxen zur Auswahl
- Vorteils-Paket

- 3 Stecklinge mit hohem THC-Gehalt
- Extrem hoher Ertrag
- aus In-Vitro-Vermehrung
Einpflanzen
Wenn du unser Outdoor-Anbau Set bestellt hast, hast du bereits alles, was du für deinen ersten Outdoor-Anbau benötigst, und kannst direkt loslegen.
- Töpfe vorbereiten: Befülle deine Töpfe gleichmäßig mit Erde und bereite mittig Mulden zum Eintopfen der Stecklinge/Pflanzen vor. Setze die Stecklinge/Pflanzen ein und bedecke sie vollständig mit Erde.
- Gießen: Verwende lauwarmes Wasser und gieße langsam in mehreren Etappen, damit das Substrat die Feuchtigkeit gleichmäßig aufnehmen kann und keine Trockenspots entstehen. Gieße so lange, bis unten am Topf etwas Gießwasser austritt (Drain) – so stellst du sicher, dass das ganze Substrat durchfeuchtet ist und überschüssige Salze ausgespült werden. Ein grober Anhaltspunkt für die passende Gießmenge ist die Daumenregel von etwa ¼ bis ⅓ des Topfvolumens (bei einem 6,5-Liter-Topf also etwa 1,5 bis 2 Liter). Anfangs, wenn der Topf noch nicht ganz durchwurzelt ist, solltest du noch ein bisschen vorsichtiger gießen (etwa 0,5 bis 1 Liter bei einem 6,5L Topf). Warte mit dem nächsten Gießvorgang bis die obersten 2-3 cm der Erde merklich angetrocknet sind, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
- Nährstoffe: Du brauchst anfangs noch keinen Dünger hinzuzufügen, da die meisten Erden (wie z.B. unsere Hanfgarten organische Grow-Erde) bereits ausreichend Nährstoffe für die ersten 2-3 Wochen enthalten. Bei Verwendung einer ungedüngten oder nur sehr leicht gedüngten Erde (z.B. BioBizz Lightmix) kannst du bereits nach ca. einer Woche langsam mit dem Düngen beginnen.
- Beleuchtung: In den ersten Tagen der Eingewöhnung sollte die Beleuchtung noch möglichst sanft sein, da sich die Pflanzen nach dem Transport langsam wieder daran gewöhnen müssen – stelle sie daher zunächst an einen schattigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Nach etwa 1-3 Tagen kannst du sie langsam in den Halbschatten bringen, bevor du sie schließlich an einen Ort mit etwa 6-8 Stunden direktem täglichen Sonnenlicht stellst. Achte auf Verfärbungen an den Blättern bzw. verbrannte Blattspitzen – das ist häufig ein Zeichen für Lichtstress.

Vegetative Phase
Während der vegetativen Phase, auch Wachstumsphase genannt, wächst deine Pflanze in die Höhe und bildet viele neue Blätter und Seitentriebe aus. Diese Phase dauert von der Keimung bis zum Einsetzen der Blütephase an. Die Lebensphase von Hanfpflanzen wird von der Beleuchtungsdauer bzw. der Tageslänge bestimmt – lange Tage signalisieren der Pflanze, dass sie wachsen soll, lange Nächte lösen die Produktion der Blütehormone aus. In Mitteleuropa wechseln Cannabispflanzen im Freien meist irgendwann zwischen Ende August und Mitte September auf die Blütephase – der exakte Zeitpunkt hängt vom genauen Standort (Breitengrad) ab und kann von Sorte zu Sorte etwas variieren.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: In der vegetativen Phase bevorzugen deine Pflanzen eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50-70%. Die Temperaturen sollten tagsüber idealerweise zwischen 22-28°C liegen. Bei längerfristigen Temperaturanstiegen auf über 30°C, können Halbschatten oder Sonnenschutznetze bei der Vermeidung von Lichtbrand helfen. Eine Mulchschicht auf der Erdoberfläche hilft dabei, den Wurzelbereich vor Überhitzung zu schützen. Atmungsaktive Stofftöpfe sind für Hitzeperioden besser geeignet als dunkle Plastiktöpfe, da sie Luft an die Wurzeln lassen, wodurch ein Wärmestau verhindert werden kann. Achte zudem immer auf eine gute Luftzirkulation, um Hitzestaus und Feuchtigkeitsansammlungen zu reduzieren und Pilzbefall vorzubeugen.
Düngung: Wenn du eine bereits vorgedüngte Grow-Erde benutzt, sollte die erste Düngung ca. 2-3 Wochen nach dem Eintopfen erfolgen. Verwende dafür einen geeigneten Wachstumsdünger (oder All-in-One Dünger) mit hohem Stickstoffanteil. Bei der Dosierung solltest du dich an die Herstellerangaben halten. Anfangs benötigen die Pflanzen in der Regel etwas weniger Dünger – die Mengen sollten dann nach und nach erhöht werden.
Expertentipp: Gießwasser pH-Wert überprüfen!
Deine Pflanzen können die verabreichten Nährstoffe nur dann richtig aufnehmen, wenn der pH-Wert deines Gießwassers im passenden Bereich (etwa zwischen 6 und 7) liegt. Wir empfehlen daher, den pH-Wert des Wassers zu überprüfen – dafür nutzt man entweder einen pH-Teststreifen, ein pH-Testkit oder ein pH-Meter. Beim Anbau mit mineralischen Nährstoffen ist die Überprüfung des pH-Werts besonders wichtig. Beim Anbau mit organischen Nährstoffen gibt es eine Pufferwirkung, wodurch kleinere pH-Abweichungen nicht ganz so dramatisch sind.
Ertragssteigernde Maßnahmen in der Wachstumsphase
Umtopfen: Je mehr Platz die Wurzeln zur Entfaltung haben, desto besser entwickeln sich die Pflanzen in der Regel – größere Töpfe führen also meist zu größeren Pflanzen und folglich höheren Erträgen. Für den Outdoor-Anbau empfehlen wir ein Topfvolumen von mindestens 15 Litern – nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenze. Wenn du deine Pflanzen umtopfen möchtest, sollte das bis spätestens Ende Juli erfolgt sein. Da jede Umpflanzaktion Stress bedeutet, solltest du nach dem Umsetzen etwa eine Woche lang auf weitere Trainingsmaßnahmen verzichten und die Standortbedingungen – Licht, Bewässerung und Nährstoffgabe – konstant halten.
Schädlingskontrolle: Ein Schädlingsbefall kann deinen Ertrag dramatisch schmälern und das Aroma und die Wirkung deiner Blüten negativ beeinflussen – daher solltest du deine Pflanzen regelmäßig sorgfältig auf ungebetene Gäste kontrollieren. Beobachte Blattveränderungen (oder Verfärbungen) und untersuche die Blattunterseiten (z.B. mit einer Lupe) auf Eier oder kleine Tierchen. Besonders häufig treten Blattläuse, Spinnmilben oder Raupen im Freien auf. Du kannst deine Pflanzen präventiv mit passenden Pflanzenschutzmitteln stärken (z.B. BioBizz LeafCoat oder ActiVera) – dadurch werden sie robuster gegenüber Schädlingen und Stress.
HST („High Stress Training“): Es gibt verschiedene Trainingstechniken, die den Ertrag deiner Pflanzen erheblich steigern können. Sogenannte „High Stress“ Trainingsmethoden lösen allerdings immer Stress bei deinen Pflanzen aus. Wende sie also ausschließlich an gesunden und kräftigen Pflanzen an. Wenn deine Pflanze bereits schwächelt, kann HST zu gröberen Komplikationen führen, was den Ertrag schließlich nicht steigert, sondern schlimmstenfalls sogar verringert. Ab Anfang Juli solltest du keine Trainingsmethoden mehr anwenden, damit die Pflanze vor dem Einsetzen der Blütephase noch genügend Zeit zur Erholung hat. Beispiele für High Stress Trainingsmethoden sind: Topping, Fimming, Lollipopping, Super Cropping, Mainlining
Hier findest du nähere Infos und Tipps zum Beschneiden von Cannabispflanzen.LST („Low Stress Training“): Es gibt auch sanftere Trainingsmethoden – sogenanntes „Low Stress Training“ – bei denen deine Pflanzen nicht ganz so stark strapaziert werden, da sie nicht beschnitten, sondern nur verbogen werden. Das Ziel von LST ist es, alle Triebe möglichst auf dieselbe Höhe zu bringen, sodass ein durchgängiges horizontales Blätterdach entsteht und das Licht alle Buds gleichmäßig erreicht. LST sollte unbedingt noch während der Wachstumsphase angewendet werden – je früher du damit startest, desto besser.
Standort und Sonnenlicht: Ein nicht optimal gewählter Standort kann sich deutlich auf den Ertrag auswirken. Pflanzen, die zu wenig direktes Sonnenlicht bekommen, wachsen langsamer, bleiben kleiner und bilden weniger Blüten. Falls dein Standort also nur zeitweise Sonne bietet, kannst du den Ertrag etwas verbessern, indem du die Pflanzen gelegentlich drehst oder an einen sonnigeren Platz umstellst. Jede zusätzliche Stunde direktes Licht wirkt sich positiv auf Wachstum und Blüte aus.
Wie kann ich Schädlinge bekämpfen?
Biologische Mittel wie Neemöl oder milde Seifenlösungen sind, effektive Mittel gegen viele Schädlinge, die deine Pflanzen nicht schädigen. Du kannst auch natürliche Feinde verwenden: Raubmilben gegen Spinnmilben, Florfliegenlarven gegen Blattläuse oder Schlupfwespen gegen Trauermücken. Diese natürlichen Helfer arbeiten effizient und schonen gleichzeitig die Umwelt.
Warum werden die Blätter meiner Pflanzen gelb?
Gelbe Blätter können auf verschiedene Probleme hinweisen. Häufig ist die Ursache ein Nährstoffungleichgewicht, das aufgrund von fehlender bzw. unzureichender oder zu starker Düngung entsteht. Nährstoffungleichgewichte können aber auch bei einem zu hohen bzw. zu niedrigen pH-Wert des Gießwassers entstehen. Verfärbte Blätter können ebenfalls ein Anzeichen für einen Schädlingsbefall sein. Wenn gelbe Blätter in der späten Blütephase im Herbst auftreten, ist das hingegen meistens ganz normal und unbedenklich. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Prozess, bei dem die Pflanze die letzten Nährstoffe aus den Blättern zieht und für die Blütenproduktion verwendet.
Wie gehe ich mit meiner Pflanzen während der heißen Sommermonate um?
Bei heißem Wetter solltest du deine Pflanzen morgens oder abends gießen, um die Verdunstung zu minimieren und eine Überhitzung zu vermeiden. Achte darauf, dass die Erde gut drainiert ist, um Staunässe zu verhindern. Stelle die Pflanzen in den Halbschatten oder verwende Sonnenschutznetze, falls Lichtbrand ein Problem darstellt. Atmungsaktive Töpfe (z.B. Stofftöpfe) und eine Mulchschicht auf der Erdoberfläche helfen dabei, den Wurzelbereich vor Hitzestau zu schützen.

Blütephase
In Mitteleuropa setzt die Blütephase üblicherweise zwischen Ende August und Mitte September deutlich sichtbar ein. Das erste Anzeichen der Blütenentwicklung sind die kleinen weißen Härchen, die die Pflanze an den Knoten der Stängel zu bilden beginnt. Die Blütephase dauert je nach Genetik etwa 7 bis 12 Wochen.
Licht & Dunkelphase: Die Blütephase im Freien beginnt, wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger dauern. Wichtig ist, dass die Dunkelphasen wirklich komplett ungestört sind – also keine Beleuchtung durch Straßenlaternen, Bewegungsmelder oder Gartenlampen. Schon kurze Lichtreize in der Nacht können die Blütenbildung stören oder sogar stoppen, da die Pflanze dadurch aus dem Takt gerät was großen Stress bei ihr auslösen kann. Wenn du in der Nähe künstlicher Lichtquellen anbaust, achte darauf, dass sie nachts nicht direkt auf die Pflanzen scheinen bzw. schirme sie notfalls sorgfältig mit einem lichtundurchlässigen Tuch oder Sichtschutz ab.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Im Freien ist zu viel Feuchtigkeit einer der größten Gegner beim Anbau. Achte darauf, dass deine Pflanzen nach Regen oder Tau schnell wieder abtrocknen können. Stehen sie zu dicht, staut sich Feuchtigkeit, und Schimmel kann sich in den Blüten bilden. Sanftes Entlauben hilft dabei, eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Für den Outdoor-Anbau sind Tagestemperaturen zwischen 20 und 28 °C ideal. Nachts dürfen es auch deutlich kühler sein – das ist in der Blütephase ganz normal. Sinkt die Temperatur unter 10 °C, stellt die Pflanze ihr Wachstum weitgehend ein. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da ohnehin die Reifung der Blüten im Vordergrund steht. Problematisch wird es erst, wenn es über längere Zeit unter 5 °C bleibt oder dauerhaft feucht ist, da sich dann leicht Schimmel und Fäulnis bilden können. Ein einfaches Regendach oder eine Schutzfolie hilft, die Pflanzen trocken zu halten.
Düngung: Die Nährstoffbedürfnisse deiner Pflanze verändern sich in der Blütephase. Unsere All-in-One Mehrphasendünger decken die Bedürfnisse beider Lebensphasen ausreichend ab. Wenn du bisher einen reinen Wachstumsdünger verwendet hast, musst du nun zusätzlich mit der Verabreichung eines Blütedünger beginnen – halte dich dabei am besten an die Herstellerangaben. Die Blütenbildung kann zudem mithilfe eines Blüte-Boosters unterstützt werden, damit deine Pflanze mehr und dickere Buds entwickelt.

Ernten & Trocknen
Zwischen Oktober und Anfang November beginnt bei den meisten Outdoor-Pflanzen die Erntezeit. Der genaue Zeitpunkt hängt von Sorte, Standort und Wetterbedingungen ab. Achte in dieser Phase besonders darauf, wie sich die Farbe der Härchen und Trichome verändert, um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen. Etwa zwei Wochen vor der geplanten Ernte solltest du keinen Dünger mehr verwenden und nur noch mit klarem Wasser gießen. Dadurch werden Nährstoffreste aus der Erde gespült, was für ein reines Aroma und ein angenehmes Rauchgefühl sorgt.
Erntezeitpunkt bestimmen: Die zuverlässigsten Indikatoren zur Bestimmung des optimalen Erntezeitpunkts sind die Trichome deiner Pflanze. Das sind winzig kleine Harzdrüsen auf der Oberfläche der Cannabispflanze, die Cannabinoide und Terpene produzieren. Um die Trichome zu betrachten, benötigst du eine Lupe oder ein Taschenmikroskop. Anfangs sind die Trichome klar, bevor sie milchig-trübe und schließlich bernsteinfarben werden. Sobald sie überwiegend milchig erscheinen, ist der höchste THC-Gehalt erreicht und die Pflanze grundsätzlich erntereif. Der ganz genaue Erntezeitpunkt ist dann Geschmackssache: Ein höherer Anteil milchiger Trichome sorgt für ein eher aktives, kopflastiges High, während zunehmend bernsteinfarbene Trichome für eine eher beruhigende, körperbetonte Wirkung sorgen. Falls du keine Möglichkeit hast, die Trichome zu betrachten, kannst du dich grob an den Blütenstempeln orientieren: Wenn etwa 70 bis 90 % der weißen Härchen verfärbt sind, ist die Pflanze in der Regel ebenfalls erntereif. Bei anhaltend feuchtem Herbstwetter ist es oft besser, etwas früher zu ernten, bevor Schimmel entsteht.
Ernte: Am besten erntest du an einem trockenen Tag, sodass die Pflanzen dabei nicht nass oder feucht sind. Nasse Blüten erhöhen das Risiko von Fäulnis während der Trocknung. Für die Ernte schneidest du die Pflanze entweder als Ganzes ab oder trennst einzelne Äste ab – je nachdem, was für dich praktischer ist. Du kannst dich dann entweder gleich ans Trimmen machen oder erst nach der Trocknung trimmen. Was davon besser ist, hängt vor allem von der Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum ab: In einer Umgebung mit eher hoher Luftfeuchtigkeit, empfehlen wir, die Buds gleich nach der Ernte zu trimmen – damit beugst du Schimmelbildung vor. Bei trockener Luft ist es besser, die Trocknung vor dem Trimmen vorzunehmen – das führt zu einem schonenderen Trocknungsprozess und feineren Aromen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile – hier entscheidet am Ende deine Umgebung und persönliche Vorliebe.
Trocknen: Die Trocknung sollte idealerweise an einem dunklen, gut belüfteten Ort bei Temperaturen zwischen 17 und 22 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50–60 % erfolgen – häufig fällt die Wahl auf einen Schuppen oder Dachboden.
Für die Trocknung gibt es verschiedene Methoden. Wir empfehlen, die ganze Pflanze oder einzelne Äste kopfüber an einem geeigneten Ort aufzuhängen. Diese Methode sorgt für langsames, gleichmäßiges Trocknen und bewahrt Aroma sowie Wirkstoffe. Du kannst auch die bereits abgetrennten Buds mithilfe eines Trockennetzes oder -gitters trocknen – das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Nach etwa 1 bis 2 Wochen sollten die Buds trocken und fest sein. Wenn die kleineren Zweige beim Biegen hörbar knacken, ist die Trocknung in der Regel abgeschlossen.
Curing (Nachreifen): Nach dem Trocknen sind die Blüten grundsätzlich konsumierbar – doch durch das sogenannte Curing lassen sich Aroma, Geschmack und Wirkung spürbar verbessern. Dabei reifen die Buds langsam in luftdichten Gläsern nach, idealerweise kühl und dunkel gelagert bei 58–62 % Luftfeuchtigkeit. Um die Luftfeuchtigkeit im Glas konstant zu halten, sind Integra Boost 62 % Packs eine praktische Hilfe. In den ersten zwei Wochen ist tägliches Lüften wichtig, danach reicht alle paar Tage. Nach zwei bis drei Wochen zeigt sich bereits ein deutlicher Unterschied – wer mehr Geduld hat, kann das Curing problemlos über mehrere Monate fortsetzen.

Interessante Anbau-Magazinartikel




















